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Der wesentliche Bestandteil jedes Grabsteins ist seine Beschriftung. Erst durch sie wird der Grabstein vom einfachen Mahnmal zum individuellen Zeichen des Gedenkens der Hinterbliebenen. Die Grabsteinbeschriftung ist nicht nur notwendig zur Kennzeichnung der Grabstätte. Sie kann auch die Wertschätzung für den Verstorbenen ausdrücken oder mit religiösen Anklängen dabei helfen Trost zu spenden. Im folgenden Ratgeber erfahren Sie mehr zu den Varianten, zu den Herstellungsmethoden und zu Aspekten, die beachtet werden sollten.

Namen, Sprüche und Symbole: Zwischen Tradition und Individualität

Die Grabsteininschrift kann aus zahlreichen Elementen bestehen. Traditionellerweise sind dies vor allem der Name des Verstorbenen sowie die Daten von Geburtstag und Tod, welche entweder vollständig oder als Jahr angegeben werden können. Bei Frauen findet sich auf dem Grabstein zusätzlich oft der Mädchenname.

 

Neben diesen Bestandteilen können Sie für Grabsteinbeschriftungen auch Worte der Trauer oder Sinnsprüche aus unterschiedlichen Quellen wählen, beispielsweise aus der Bibel oder aus dem Bereich der Philosophie. Abschiedstexte können außerdem die persönlichen Eigenschaften des Verstorbenen zum Gegenstand haben oder Worte des Danks der Lebenden ausdrücken.

 

Neben der eigentlichen Beschriftung werden auf vielen Grabsteinen auch Symbole oder Ornamente angebracht, beispielsweise zum Gebet gefaltete Hände oder die Ranken des Efeus, der als immergrüne Pflanze für das ewige Leben steht. Manchmal finden sich auch Abbildungen des Verstorbenen.

 

Als Gegentendenz werden manche Grabmale bewusst schlicht gehalten und nur mit einem einfachen Wort des Abschieds versehen.

Die Grabsteinbeschriftung wird graviert, gestrahlt oder aufgesetzt

Die Beschriftung eines Grabsteins können Sie bei einem Steinmetz oder einer Bildhauerei in Auftrag geben. Die beste und unkomplizierteste Herangehensweise ist meistens die Zusammenarbeit mit einem Steinmetz vor Ort, der die jeweiligen Gegebenheiten und Friedhofssatzungen gut kennt. Auf diese Weise gehen Sie sicher, dass mit der Beschriftung auch rechtlich alles in Ordnung ist, denn die Regelungen können sich von Friedhof zu Friedhof unterscheiden. Beispielsweise sind auf den meisten Friedhöfen, die in kirchlicher Hand sind, Symbole und Ornamente nicht-christlichen Ursprungs untersagt.

 

Die Buchstaben und Symbole werden in der Regel gestrahlt oder gehauen. Solche vertieften Beschriftungen werden meist farbig ausgelegt, z. B. in schwarz oder weiß, damit sie sich von der Farbe des Steins besser abheben. Neben dem Auslegen mit Farbe besteht auch die Möglichkeit der Vergoldung bzw. Versilberung. Aber nicht nur die Buchstaben selbst können eingearbeitet werden, sondern auch die Umrisse der einzelnen Buchstaben. Diese Form von Inschrift nennt man erhaben. Wie genau die Inschrift erfolgen soll, hängt von den Vorlieben und dem Geschmack des Kunden ab.

 

Eine weitere Methode ist das Aufsetzen einer Beschriftung auf den Grabstein. Die Buchstaben werden entweder einzeln oder als zusammenhängender Schriftzug aus einem dauerhaften Metall wie Bronze, Aluminium oder Edelstahl gefertigt. Metallbuchstaben können mit der Zeit einen anderen optischen Eindruck vermitteln als anfangs: Besonders Bronzebuchstaben erlangen mit den Jahren ihre typische Patina. Aluminiumbuchstaben sind hingehen eher farbbeständig.

Eine gravierte Beschriftung ist sicher gegen Diebstahl, erfordert aber mehr Aufwand

Aufgesetzte Grabinschriften sind in der Regel teurer als Gravuren, da sie unter zusätzlichem Materialaufwand hergestellt werden müssen. Sie bergen jedoch den Vorteil, dass sie direkt auf dem Friedhof am Stein angebracht werden können, was bei Zweitbeschriftungen wiederum eine Kostenersparnis mit sich bringt. Gerade bei Nachbelegungen in Doppelgräbern kann dieser Aspekt entscheidend sein. Entscheiden Sie sich hingegen für eine gravierte Inschrift, muss der Grabstein abgebaut, in die Werkstatt gebracht und später erneut auf dem Sockel aufgestellt werden.

 

Der Nachteil aufgesetzter Grabsteinbeschriftungen liegt nicht direkt auf der Hand. Leider werden die Metallbuchstaben oftmals von Dieben von den Grabsteinen und –stelen abgeschlagen und entwendet, um mit dem Verkauf Geld zu erzielen. Dieser Gefahr sind wegen Ihres Gewichts und Materialwerts am ehesten Bronzebuchstaben ausgesetzt. Wird die Beschriftung gestohlen, ist dies nicht nur für die Hinterbliebenen ein schmerzlicher Verlust. In der Regel ist der Grabstein anschließend nur noch schwer neu zu beschriften, da beim gewaltsamen Diebstahl Dübel abbrechen und im Stein zurückbleiben.

 

Von schlicht bis ausgefallen: Mit der Beschriftung des Grabsteins können Hinterbliebene Ihre Wertschätzung für den Verstorbenen ausdrücken und dem Grabstein Individualität verleihen. Da bei vielen Preisen für Grabsteine eine bestimmte Zeichenanzahl inklusive ist, treiben die für die Beschriftung aufzuwendenden Beträge die Bestattungskosten teils weniger stark in die Höhe als von Angehörigen vermutet. Eine Beratung zu den unterschiedlichen Möglichkeiten sowie ein konkretes Angebot erhalten Sie direkt beim Steinmetz oder Bildhauer-Betrieb vor Ort.